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	<title>kulturgutblogger</title>
	<link>http://kulturgutblogger.info</link>
	<description>museum - denkmal - restaurierung</description>
	<pubDate>Thu, 08 May 2008 15:18:35 +0000</pubDate>
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		<title>Was ist Restaurierungsberatung?</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 14:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kategorie Eins]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Antwort ist einfach: Restaurierungsberatung ist eine Planungsleistung.
Der Restaurierungsberater plant genau wie ein Architekt. Er entwirft das Konzept für Restaurierungen und sorgt für die konkrete Ausführung, er verantwortet, betreut und koordiniert die Umsetzung. Dabei legt der Restaurierungsplaner nicht selbst Hand an. 
Der Restaurierungsberater verpflichtet sich gegenüber seinem Auftraggeber zur Neutralität und Überparteilichkeit. Das bedeutet Unabhängigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><o></o></p>
<p class="MsoNormal">Die Antwort ist einfach: Restaurierungsberatung ist eine Planungsleistung.</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: normal">Der Restaurierungsberater plant genau wie ein Architekt. Er entwirft das Konzept für Restaurierungen und sorgt für die konkrete Ausführung, er verantwortet, betreut und koordiniert die Umsetzung. Dabei legt der Restaurierungsplaner nicht selbst Hand an. <span style="font-family: 'Times New Roman'"><o></o></span></p>
<p class="MsoNormal">Der Restaurierungsberater verpflichtet sich gegenüber seinem Auftraggeber zur Neutralität und Überparteilichkeit. Das bedeutet Unabhängigkeit gegenüber Hersteller- und Lieferinteressen, Entscheidungsfreiheit in der Methodenauswahl, Kostenkontrolle durch Ausschreibungsverfahren.</p>
<p class="MsoNormal"><span class="msoDel"><del cite="mailto:Kornelius%20Götz" datetime="2008-01-27T21:34"></del></span><span class="msoDel"><del cite="mailto:Kornelius%20Götz" datetime="2008-01-27T21:34"><o></o></del></span></p>
<p class="MsoNormal">Juristisch hat die Restaurierungsberatung Ende 2005 ihre offizielle Anerkennung erfahren. In einem Spruch der Vergabekammer Darmstadt wurde festgestellt:<span style="font-size: 11.5pt; color: black"> </span></p>
<p style="margin-right: 36pt; margin-left: 36pt">Restaurierungsberatung und -planung kann nicht einfach von anderen Planern “mitübernommen” werden, sondern ist eine eigenständige Fachplanung, die restauratorische Erfahrung erfordert (ausführlich <a href="http://www.restaurierungsberatung.de/veroeffentlichungen.php" target="_blank" title="hier">hier </a>).</p>
<p class="MsoNormal">Das ist aber nur die formale Seite der Medaille. Restaurierungsberatung ist viel mehr - nämlich ein technischer und sozialer Aushandlungsprozess. Dazu ein Beispiel:</p>
<p class="MsoNormal">Das Fördergerüst in Sondershausen, Thüringen, wurde in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts untersucht, weil seine Korrosionsschutzbeschichtung erneuert werden sollte. Bei der Untersuchung kam heraus, dass die ursprüngliche Beschichtung schwarz gewesen war. In der DDR war das Fördergerüst blau angestrichen worden. Dieser Farbton war noch bei der Bevölkerung vor Ort präsent. Als dann der Farbton für die neue Beschichtung festgelegt werden sollte, war die Meinung der Experten zunächst, dass man das Fördergerüst wieder schwarz anstreichen sollte. Daraufhin kam es zu Protesten in der lokalen Bevölkerung: „Unser Fördergerüst war aber immer blau!“ Schließlich wurde ein Kompromiss gefunden – das Fördergerüst ist heute tiefblau. Von weitem wirkt es jetzt wieder schwarz (Expertenmeinung), von nahem blau (Betroffenenmeinung).</p>
<p><a href="http://kulturgutblogger.info/wp-content/abbildung_soziale-_ausshandlung.jpg"><img src="http://kulturgutblogger.info/wp-content/abbildung_soziale-_ausshandlung.jpg" /></a></p>
<p><em>Das Fördergerüst in Sonderhausen, Thüringen, als Beispiel für den sozialen Aushandlungsprozess von Restaurierung (Foto K. Götz).</em></p>
<p class="MsoNormal">Das Fördergerüst ist damit ein perfektes Beispiel dafür, was unter sozialer Aushandlung von Restaurierung verstanden werden kann! Für den Korrosionsschutz ist es ohnehin unerheblich, in welchem Farbton er ausgeführt wird. Er muss nur seinen Zweck erfüllen. Der besteht darin, die Tragkonstruktion möglichst lange vor Rost zu schützen.</p>
<p class="MsoNormal">Die ’gute Praxis’‚ der Restaurierungsberatung muss meiner Meinung nach unbedingt alle drei Aspekte im Blick haben: Die formale, die technische <em>und </em>die soziale Seite eines Projektes!</p>
<p>Kornelius Götz</p>
<p><a href="http://kulturgutblogger.info/wp-content/abbildung_soziale-_ausshandlung.jpg"><br />
</a></p>
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		<title>Industriegeschichte im Zentrum</title>
		<link>http://kulturgutblogger.info/?p=28</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 20:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoleo</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kategorie Eins]]></category>

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		<description><![CDATA[Die „Kunsthalle Weishaupt“ in Ulm wird derzeit in den Medien gefeiert. Mit offenen Glasfronten, mitten im Zentrum gelegen,  erfüllt der funktionale Neubau gleichermaßen drei Wünsche: touristische Wünsche (neben dem Ulmer Museum und Einkaufszentren gelegen), zentrale städtebauliche Belange (Schließung einer nachkriegsbedingten innerstädtischen Brache) und zugleich alle Ansprüche des Kunstliebhabers an Sammlung und Präsentation.  

Gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal" align="justify"><font color="#000000">Die „Kunsthalle Weishaupt“ in Ulm wird derzeit in den Medien gefeiert. Mit offenen Glasfronten, mitten im Zentrum gelegen,  erfüllt der funktionale Neubau gleichermaßen drei Wünsche: touristische Wünsche (neben dem Ulmer Museum und Einkaufszentren gelegen), zentrale städtebauliche Belange (Schließung einer nachkriegsbedingten innerstädtischen Brache) und zugleich alle Ansprüche des Kunstliebhabers an Sammlung und Präsentation.</font> <font face="Times New Roman"> </font></p>
<p><o></o></p>
<p>Gibt es diese gelungenen Synthesen auch im Bereich der Industriemuseen?</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal">In der Welt der Industriemuseen hat die Umnutzung historischer Fabrik- und Gewerbehallen immer noch Vorrang, und das Museumsgebäude wird gern als wichtigstes und größtes Ausstellungsstück bezeichnet. Dabei geraten die statischen und denkmalpflegerischen Belange oft in Konflikt mit den Objekten: Entweder bestimmen sie Konzept und Wegeführung mit – oder umgekehrt, die wirtschaftliche und funktionale Nutzung des Hauses als Besuchermagnet verträgt sich nicht mit der industriearchäologischen Überlieferung.<font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><o></o></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal">Der Reiz hat seinen Preis -  und nur selten zeigen Industriemuseen geschlossene Ensembles von Architektur und Inneneinrichtung, so die Tuchfabrik Müller in Euskirchen,  das  Textilmuseum Crimmitschau,  die Schmuckfabrik Jakob-Bengel in Idar-Oberstein, die Walzengravieranstalt in Guntramsdorf (Niederösterreich).  Der Preis, der gezahlt wird, besteht häufig in hohen Kosten, geringer Flexibilität, dezentraler Lage, Begrenzung der Besucherzahl zum Schutz des Ensemble.  Der Reiz hingegen  - unbezahlbar -  liegt in der absoluten Einzigartigkeit.</p>
<p>Als  Gegenwelt kennen wir die Autostadt in Wolfsburg, die BMW Welt in München, das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart als nichtmuseale Eventstätten der Unterhaltung.</p>
<p>Nun gibt es ein erstes Beispiel, technikhistorische Exponate und die Industriegeschichte der Stadt in einem Neubau mitten in der Stadt zu präsentieren. Das neue Museum Tuch &amp; Technik in Neumünster/Schl.-H. liegt im  Zentrum der Stadt und damit im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung.</p>
<p><img src="http://kulturgutblogger.info/wp-content/_a035535_web.jpg" align="top" width="640" /></p>
<p align="right">©  Reinhold Wuttke, Architekten</p>
<p>Der Entwurf der Architekten und Stadtplaner Wuttke und Kekeritz/Neumünster verbindet das Museum mit der Stadthalle und schafft so unschätzbare Synergieeffekte: Gemeinsam sind Eingang, facilities, Restaurant, Sonderausstellungsflächen, Theaterraum, Tagungsmöglichkeiten, zentrale Lage, Werbung. Zum Marktplatz hin ist das Museum verglast, es kann seine breiten Türen höhengleich zum Platz hin jederzeit öffnen.</p>
<p>Innen hat der Neubau  (2000 qm Grundfläche) keine fest gefügte Raumstruktur, das Nutzungskonzept kann und soll offen bleiben, prozesshaft (und barrierefrei).  Dem offenen Konzept entspricht die einfache Ausstattungsqualität des Baus, in perfekter ästhetischer Detailausbildung von Proportion und Material.</p>
<p>Der Standort und die industriell funktionale Architekur  des Museums vermittelt dem Besucher dreierlei: städtebaulich gelang  hier die Schließung einer kriegsbedingten Lücke gegenüber der zentralen Marktkirche St.Vicelin, touristisch entstand eine Kulturszene, das Museum ist eingebunden in den Komplex Stadthalle, Kirche, Markt, Grünflächen, Einkaufszone, museal betont der zentrale Standort die hohe Bedeutung der Textilindustrie früher und des Textilmaschinenbaus heute in der Stadt Neumünster. Ein mutiges und meiner Meinung nach gelungenes Konzept, das neue Bewegung in die Frage nach den Formen der Präsentation von technischem Kulturgut bringt.</p>
<p>Dr. Susanne Meyer</p>
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		<title>Wir begrüßen Sie &#8230;</title>
		<link>http://kulturgutblogger.info/?p=25</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Nov 2007 19:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kategorie Eins]]></category>

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Als &#60;&#60; kulturgutblogger &#62;&#62; veröffentlichen wir unsere Erfahrungen  und unser Wissen. Unser Weblog ist also eine Variante des Online-Journals zu den  Themen

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<p>Zita Breu, Kornelius Götz, Gereon Lindlar, Susanne Meyer</p>
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